Mit klaren Vorstellungen zum Erfolg
Ein klares Rollenverständnis, deutliche und unmissverständliche Regieanweisungen sowie eine positive, motivierende Grundhaltung sind die Markenzeichen des Trainers Ciriaco Sforza.
Er erwartet viel und gibt viel zurück. Wer auf dem Trainingsplatz diszipliniert und engagiert arbeitet, genießt neben dem Platz viele Freiheiten. Probleme löst er in Vier-Augen-Gesprächen. Er ist ein aufmerksamer Zuhörer, lässt sich von guten Argumenten überzeugen und sie in seine Entscheidungen einfließen. Und er vermittelt Spaß: „Der gehört genauso dazu wie Disziplin.“
Eine der Grundaussagen seiner Spielphilosophie lautet: „Einfach spielen“ – so, wie er selbst früher gespielt hat: Pass spielen, bewegen, Pass spielen: „Der Ballführende muss immer Anspielstationen haben, die Mitspieler müssen ständig in Bewegung sein und sich anbieten. Das müssen keine 50-Meter-Läufe sein, oft reichen zwei oder drei Meter“, sagt der Fußballlehrer. Sehr gute Fitness ist dafür die Voraussetzung. Darauf legt er Wert. „Aber ich werde niemanden mit endlosen Waldläufen quälen. Da gibt es bessere Methoden.“
Ciriaco Sforza hat klare Vorstellungen vom Auftreten seiner Mannschaft auf dem Platz. Sein derzeit praktiziertes 4-1-4-1-System ist flexibel ausgelegt und verändert sich je nach Spielsituation: „Daraus kann schnell mal ein 4-3-3 werden.“ Entscheidender als das System ist für ihn die Grundhaltung, die er von seinen Spielern sehen will: „Der Gegner muss beschäftigt werden“, erklärt er, „niemand soll uns sein Spiel aufzwingen.“ Das bedeutet auch, in der Defensive frühzeitig und aggressiv gegen den Ball zu arbeiten, um mit präzisen, flüssigen Kombinationen schnell wieder einen eigenen Angriff einzuleiten und in Torraumnähe zu kommen.
Neben ausgeprägten technischen Fähigkeiten mit dem linken wie dem rechten Fuß und einem guten Spielverständnis gehören dazu Selbstbewusstsein, mentale Stärke und ein unbedingter Erfolgswillen – vor allem, um letztendlich zum erfolgreichen Torabschluss zu kommen. Sforza fördert diese Fähigkeiten, in dem er Spielern Vertrauen gibt. „Niemand wird fallen gelassen, wenn er mal eine schlechte Phase hat. Die hat jeder Spieler.“ Insbesondere junge Talente, deren Förderung ihm ein besonderes Anliegen ist, wissen das zu schätzen.
