Der Aufstieg
“Schon als kleiner Bub lief ich jedem Ball hinterher“, erzählt Ciriaco Sforza. Kein Wunder: Die Liebe zum Fußball liegt in der Familie. Vor allem sein Vater, selbst leidenschaftlicher Fußballspieler und -trainer, infizierte „Ciri“ mit dem „Fußballvirus“ und meldete ihn früh beim FC Villmergen an. Dort spielte Sforza ab seinem sechsten Lebensjahr – natürlich noch nicht ahnend, dass ihm die erfolgreichste Karriere aller Schweizer Fußballspieler bevor stehen würde.
Sein Talent wurde schnell entdeckt. Als erster Club angelte sich der FC Wohlen den Hochbegabten. In seiner Heimatstadt durchlief Sforza alle Talentgruppen bis zur B-Jugend und durfte schon als 13jähriger zusammen mit der ersten Mannschaft trainieren. Ein Jahr später stand er mit ihr auf dem Platz. Diese Erfahrung prägt Sforza bis heute: Als Trainer kennt auch er keine Altersgrenzen, sondern gilt als leidenschaftlicher Förderer talentierter Jugendspieler, die er immer wieder in der ersten Mannschaft einsetzt.
In seiner Zeit beim FC Wohlen wurde immer deutlicher, dass aus dem Kindertraum, Profi zu werden, Wirklichkeit werden könnte. Mit 16 Jahren unterschrieb Ciriaco Sforza seinen ersten Profivertrag beim Grasshopper Club Zürich. Kurt Jara, auf den er viele Jahre später wieder in Kaiserslautern traf, war damals Co-Trainer von Timo Konietzka und setzte alles daran, das Talent für den Traditionsclub gewinnen. Der „Fußball-Lehrling“, wie Sforzas Frau Nicole ihn damals nannte, konnte bereits in seinem ersten Spiel gegen den FC St. Gallen überzeugen und war fortan eine wichtige Stütze des Teams.
1988 kam Ottmar Hitzfeld zu den „Hoppers“, der Ciriaco Sforza bis heute sehr verbunden ist. Doch wollte er den bisherigen Mittelfeldspieler zum rechten Verteidiger umschulen. Für „Ciri“ war das ein absolutes „no go“! Deshalb ließ sich Sforza für eineinhalb Jahre an den FC Aarau ausleihen. Dort untermauerte er seine Position und lernte, Verantwortung für eine Mannschaft zu übernehmen.
Eineinhalb Jahre später holte ihn Hitzfeld zurück nach Zürich.
